Branchen-Insights
|
March 19, 2026

Von der Regulierung zur Realität: Die neue Ära der Verpackungen in Europa

Verpackungen treten in eine neue Ära ein.

Mit der Einführung der EU-Verpackungsverordnung (PPWR)ist Nachhaltigkeit kein bloßes Narrativ oder freiwilliges Engagement mehr. Sie wird zur Pflicht – fest verankert in der Art und Weise, wie Verpackungen auf dem gesamten europäischen Markt konzipiert, genutzt und bewertet werden. Für Marken ist dies nicht nur eine regulatorische Anpassung, sondern ein struktureller Wandel.

Was die PPWR in der Praxis verändert

Die PPWR zielt darauf ab, Verpackungsabfälle zu reduzieren und den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft in der gesamten EU zu beschleunigen. Sie wurde 2025 veröffentlicht, gilt für alle Verpackungen – einschließlich Importen – und setzt einen neuen Standard:

- Verpackungen müssen konzeptionell und in der Praxis recyclingfähig sein

- Ziele zur Abfallvermeidung gelten kategorienübergreifend

- Beschränkungen begrenzen den Einsatz bestimmter Substanzen, darunter PFAS

- Mindestanforderungen an den Rezyklatgehalt werden für Kunststoffverpackungen eingeführt

- Systeme der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) werden weiterentwickelt, um nachhaltigere Lösungen zu belohnen  

Bis 2030 müssen alle auf dem EU-Markt in Verkehr gebrachten Verpackungen recyclinggerecht gestaltet sein. Bis 2035 geht diese Anforderung noch weiter und verlangt den Nachweis, dass Verpackungen in realen Systemen effektiv und in großem Maßstab recycelt werden. Dies markiert einen entscheidenden Wandel: Recyclingfähigkeit ist kein theoretisches Konzept mehr, sondern muss in der Praxis innerhalb der bestehenden Sammel- und Recyclinginfrastrukturen funktionieren.

Von der Materialwahl zur Systemleistung

Mit der Entwicklung der regulatorischen Rahmenbedingungen werden Verpackungsentscheidungen strategischer. Materialien werden nicht mehr nur nach Kosten oder Leistung bewertet, sondern danach, wie sie sich über den gesamten Lebenszyklus verhalten – von der Logistik bis zur Entsorgung.

Verpackungen stehen an der Schnittstelle von:

- Produktschutz

- Betriebseffizienz

- Verbrauchernutzung

- Recycling-Infrastruktur

Gleichzeitig Systeme zur erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) sorgen für eine neue wirtschaftliche Dynamik. Gebühren werden zunehmend an die Recyclingfähigkeit von Verpackungen gekoppelt. Das bedeutet: Besser recycelbare Lösungen profitieren von niedrigeren Kosten, während weniger recyclingfähige Varianten teurer werden. Nachhaltigkeit ist damit nicht mehr nur eine bloße Verpflichtung, sondern ein messbarer operativer Hebel mit direkten finanziellen Auswirkungen.

Die eigentliche Herausforderung: Umsetzung im großen Maßstab

Für die meisten Marken besteht die Herausforderung nicht darin, Nachhaltigkeitsziele zu definieren. Sie liegt in der Umsetzung innerhalb komplexer, globaler Lieferketten, ohne den laufenden Betrieb zu stören. Verpackungen sind einer der unmittelbarsten Hebel, die zur Verfügung stehen, aber auch einer der am schwierigsten zu verändernden.

Jede Lösung muss:

- sich in bestehende Logistikprozesse integrieren

- die Produktleistung aufrechterhalten

- den regulatorischen Anforderungen entsprechen

- auf Millionen von Einheiten skalierbar sein

Denn Veränderungen zählen nur, wenn sie in der Praxis funktionieren.

No items found.

Ein neuer Standard für Verpackungen

Die PPWR schafft Klarheit über die Richtung, die die Branche einschlägt. Sie bringt Regulierung, Infrastruktur und Markterwartungen auf ein gemeinsames Ziel aus: Verpackungen, die in einem Kreislaufsystem funktionieren. Für Marken ist dies nicht nur eine Einschränkung, sondern eine Chance, Materialien neu zu denken, Systeme zu vereinfachen und Nachhaltigkeit besser mit betrieblichen Abläufen in Einklang zu bringen. Der Wandel ist bereits in vollem Gange.

Die Frage ist nicht mehr, ob sich Verpackungen ändern müssen, sondern wie schnell Marken sich anpassen und wie effektiv sie diesen Wandel in Leistung umsetzen können.

Was das für Marken bedeutet

In diesem neuen Kontext ist die Verpackung keine zweitrangige Entscheidung mehr, sondern eine strategische. Heute können Leistung und Nachhaltigkeit nicht mehr getrennt voneinander betrachtet werden; sie sind zunehmend Teil derselben Entscheidung.

Für Marken, die diesen Wandel vollziehen, besteht die Herausforderung nicht nur darin, die Richtung zu verstehen, sondern Lösungen zu finden, die sich in der Praxis umsetzen lassen. Erfahren Sie, wie Vela diesen Übergang unterstützt.

Quellen

Europäische Kommission – Verpackungen und Verpackungsabfälle

Europäische Kommission – Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft

OECD – Erweiterte Herstellerverantwortung

Europäische Chemikalienagentur (ECHA) – PFAS

Europäische Umweltagentur – Abfall und Recycling

Amcor – Bericht zum Einfluss auf die Nachhaltigkeit

Latest

Branchen-Insights

Es ist Zeit für
Bessere Verpackungen

Lassen Sie uns darüber sprechen, wie Vela™ Sie bei Ihren Zielen unterstützen kann.